Das    Spiel des Lebens    nach J. H. Conway


Das Spiel gehört zu den sogenannten zellulären Automaten. Bei solchen Spielen sind einzelne Felder (Zellen) des Spielfeld mit Punkten (Kugeln) belegt, denen nun Eigenschaften oder Zustände zugeordnet werden können. Bei Conways Spiel "Life" erhalten die einzelnen Zellen ihre Eigenschaften durch die benachbarten Zellen.

Conways Spiel "Life" hat folgende Regeln: 

1. Überleben:   Ein mit einer Kugel besetztes Feld überlebt zur nächsten Generation, wenn zwei oder drei Felder in der Nachbarschaft ebenfalls besetzt sind. Die Kugel verbleibt also in ihrer Position. 

2. Tod:   Eine Kugel wird von ihrem Platz entfernt, wenn sich in der Nachbarschaft entweder mehr als drei oder aber weniger als zwei Kugeln befinden. Im ersten Fall ist das System übervölkert, im zweiten das Individuum zu sehr isoliert. 

3. Geburt:   Ein Leerfeld darf dann mit einer Kugel belegt werden, wenn exakt drei Nachbarfelder besetzt sind. 

Die von einer Generation zur nächsten entfernten oder neuen Kugeln zählen erst nachdem das Spielfeld für eine Generation ausgewertet ist. Das Spielfeld ist nach Art eines Torus angeordnet. D. h. die linke Kante des Spielfelds ist mit der rechten ringförmig verbunden, die obere Kante mit der unteren. Das Spiel "Life" endet im allgemeinen mit einer gewissen Anzahl von sich selbst reproduzierenden Strukturen. 

Zelluläre Automaten haben eine gewisse Analogie zu gesellschaftlichen Prozessen, aber auch zu chemischen Prozessen. Bei chemischen Prozessen sind die Akteure reaktionsfähige Atome oder Moleküle, also Teilchen mit einer gewissen Struktur und Eigenschaften, die abhängig sind von den sie umgebenden Molekülen und Atomen und deren Eigenschaften. Bei chemischen Reaktionen kommt es zu Veränderungen der Eigenschaften einzelner Moleküle. Einzelne Moleküle können dadurch inaktiv werden, andere können dagegen aktiviert werden. Beim Spiel "Life" sind die aktiven Elemente sichtbar, die deaktivierten verschwinden. 

Am Spiel "Life" kann auch gut das Prinzip der Selbstorganisation demonstriert werden. 

Nachdem Conway das Spiel erfunden hatte, hat er die Vermutung geäußert, daß es wegen der Überbevölkerungsregel (Tod) keine Konfiguration gibt, die unbegrenzt wächst. Da er seine Behauptung jedoch nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen konnte, setzte er einen Preis von 50 Dollar aus. Ein Team junger Forscher für künstliche Intelligenz am MIT (Massachusets Institute of Technologie) verdiente sich die 50 Dollar. Mit dem Computer fand es eine Konfiguration (kann mit    Lesen 1    geladen werden), die aus zwei Oszillatoren besteht. Wobei der eine Oszillator Figuren erzeugt, die über das Feld gleiten und von dem zweiten Oszillator verschluckt werden, ohne daß dieser sich verändert. Nach 30 Generationen wird wieder die Ausgangssituation erreicht.

Zur Bedienung: Mit der linken Maustaste kann man Zellen füllen, mit der rechten Zellen löschen. Über den Button Zufallsbelegung kann man eine Zufallsbelegung einstellen. Dabei kann man den Grad der Belegung einstellen. Bei der Wahl von 100 % werden eine der Anzahl der Zellen entsprechende Anzahl von Punkten generiert, die zufällig auf dem Spielfeld verteilt werden. Hierbei kann es durchaus zu Doppelbelegungen kommen. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf die anschließende Wertung der Zelle. Bei Einzelschritt wird jeweils ein Generationswechsel berechnet. Mit  "Stop nach xx Generationen"  kann man mit dem Programm mehrere Generationen berechnen. Erscheint einem eine bestimmte Struktur interessant, so kann man sie nach dem Klick auf "Ausschneiden" mit der linken Maustaste ausschneiden, indem man bei gedrückter Maustaste ein Rechteck aufzieht. Diese Struktur wird dann mit der Auswahl des Buttons "Einfügen" in einem leeren Spielfeld eingefügt. Mit der Angabe der Bilder pro Sekunde kann man die Ablaufgeschwindigkeit der Animation steuern. Der Button Lesen liest vordefinierte Konfigurationen vom Webserver. Der Button Speichern funktioniert nur bei ausgeschalteter Java-Security.

Anmerkung: Das Applet erscheint nur in einem javafähigen Browser. Bitte warten bis das Applet initialisiert und gestartet ist. Da diese Seite durch Spiele-Freaks stark belastet ist, gibt es noch drei identische Kopien dieser Web-Site. Falls das Applet nach mehreren Minuten nur teilweise geladen ist (siehe Statuszeile des Browsers), so stehen folgende Links als Alternative zur Verfügung: Conway1,   Conway,   Conway3.



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