Rhythmische Vorgänge bestimmen unser Leben. Das spüren wir mit jedem Atemzug und jedem Herzschlag. Jeder Tag, den wir erleben ist eine Wiederholung in Variationen. Die Entstehung des Lebens beginnt mit dem Rhythmus des Zellwachstums, der mit der Zellteilung von neuem beginnt. Höhere Lebensformen entstehen aus einer undurchschaubaren Vielfalt von ineinander verschachtelten Zyklen, so genannten Hyperzyklen.

Die ersten Bewegungen von Lebensformen bestehen aus dem Flimmern von Härchen an der Oberfläche von Bakterien. Die Bewegung komplexerer Lebensformen wie dem Wurm oder der Schlange beginnen mit rhythmischen Muskelkontraktionen, die sich von von einem Ende zum anderen fortsetzen.

Für die Realisierung solcher Rhythmen genügt es Zufallssequenzen aneinander zu fügen. Auf diese simple Weise durchpflügt der Regenwurm die Erde nach Nahrung und es gelingt ihm damit dem Hunger zu entfliehen.

Vielleicht ist es der instinktive Wunsch diesen Rhythmus des Lebens auch in der geistigen Welt zu etablieren, der Menschen zu Dichtern werden ließ, der sie die Sprache in Rhythmen umformen ließ,  um so jenes Grundelement des Lebens, das sich im rhythmischen Gesang der Vögel wiederfindet, von neuem zu entdecken und sich daran zu begeistern.

Die Gedichte, die über die Links angezeigt werden können, stammen zum großen Teil aus dem Buch "Unser Sterben im Leben" Eekboom-Verlag. Die Eekboom Gesellschaft hat sich jedoch zum Jahresende 2001 aufgelöst.