Eine Rede angesichts des Verlustes eines geliebten Mitmenschen zu halten, gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben. Jeder erwartet eine Rede, aber derjenige, der den oder die Verstorbene am besten gekannt hat, sein Lebenspartner, ist verständlicherweise kaum in in der Lage diese Rede zu halten. Und wie immer in so einem Fall zahlt man eine gewisse Summe, irgend jemand kommt und erledigt eben so gut er kann diese schwierige Aufgabe. Eine kurze Biographie, ein paar Phrasen aus Büchern zusammengeklaubt, wofür hat der Verstorbene gelebt, wofür hat er sich eingesetzt, wo hat er oder sie mitgespielt in jenem Konzert, eine Würdigung soll es sein keine Rechtfertigung, so werden jene 20 Minuten gefüllt.

Wie kurz das Leben doch ist, denken viele der Zuhörer.  Was nicht erzählt wird, sind die vielen kleinen Erlebnisse, die jeder Tag mit sich bringt, jene vielen Tage, jene vielen  Stunden, die das Leben lebenswert und interessant machen, manchmal aber auch wie eben in dieser Zeit schwer zu bewältigen sind.

Die Reden, die über die Links angezeigt werden können stammen bis auf eine Rede aus dem Buch "Unser Sterben im Leben" Eekboom-Verlag. Die Eekboom Gesellschaft hat sich jedoch zum Jahresende 2001 aufgelöst.