Die wunderbaren Geschäfte des Herrn Moses

Teil 2

Textmarken: Moses plant den Aufstand,    Der Exodus,    Moses entzaubert,    Mit Mord und Totschlag an die Macht,    Gottes zerbrechliche Tafeln,    Die Intoleranz jeder Religion


Moses plant den Aufstand

Moses trifft nun Aaron. Gemeinsam planen sie in Ägypten den Aufstand der Massen (2. Mose 4:27-28). Sie wenden sich zuerst an die Stammesältesten.

2. Mose 4:29

Hernach gingen Moses und Aaron hin und versammelten alle älteren Männer der Söhne Israels.

Als echte Volksvertreter und Volksverdreher machten sie erst einmal ein paar Wahlversprechen. Moses versprach dem Volk mehr Freizeit. Er versprach das Sabbatjahr und das Jubeljahr - Jahre in denen niemand arbeiten sollte (3. Mose 25). Das Jubeljahr hatte auch für die Schuldentilgung Bedeutung. Ein Israelit, der sich selbst als Sklave anbot, war im Jubeljahr wieder frei (3. Mose 25:39-40).

Den Bedenken seiner Landsleute begegnete er so:

3. Mose 25:20-22

"Falls ihr aber sagen solltet: ‚Was werden wir im siebten Jahr (dem Sabbatjahr) essen, da wir doch nicht säen oder Ernteerträge einsammeln dürfen?‘, in diesem Fall werde ich (Jehova) euch bestimmt meinen Segen im sechsten Jahr entbieten, und es soll seinen Ernteertrag für drei Jahre liefern. Und ihr sollt im achten Jahr säen und ihr sollt vom alten Ernteertrag essen bis zum neunten Jahr. Bis sein Ernteertrag kommt, werdet ihr das Alte essen."

Die Bibel berichtet allerdings nirgends von einem Sabbat- oder Jubeljahr zur Zeit Moses. Moses hat also hier mehr versprochen, als er halten konnte. Die göttliche Hilfe, auf die Moses in diesem Fall vertraut hatte, war offenbar ausgeblieben. Während seiner 40jährigen Herrschaft führte das Volk ein kriegerisches Nomadendasein. Da blieb keine Zeit, um Vorratshäuser zu bauen.

Ein anderes Versprechen betraf die Steuern. Die Steuerlast sollte im neuen Staat niedriger sein. Moses verlangte von den Ernteerträgen den Zehnten (3. Mose 27:30). Dem Pharao mußte man seit Josephs Zeiten ein Fünftel der Ernteerträge geben.

1. Mose 47:24-26

"Wenn es Ertrag gebracht, dann sollt ihr ein Fünftel Pharao geben, vier Teile aber werden euch gehören als Saatkorn für das Feld und als Nahrung für euch und für die, die in euren Häusern sind, und für eure Kleinen zum Essen." Demzufolge sprachen sie: "Du hast uns am Leben erhalten. Laß uns in den Augen deines Herrn Gunst finden, und wir wollen Pharao zu Sklaven werden." Und Joseph machte es dann zu einer Verordnung in bezug auf das Grundeigentum Ägyptens bis zum heutigen Tage, daß Pharao ein Fünftel haben soll. Nur das Land der Priester als einer besonderen Gruppe wurde nicht Pharao zu eigen.

Mit ein paar "Wundern", die einem heute jeder Zauberkünstler vorführen kann, gelang es Moses das Volk von seiner göttlichen Mission zu überzeugen (2. Mose 4:6-9, 2. Mose 4:30-31). Nach diesem Erfolg gehen Moses und Aaron zum Pharao und verlangen vom Pharao drei Tage Urlaub für ihre Glaubensgenossen. Moses und Aaron wollen ihrem Gott in der Wildnis ein Fest feiern. "Sonst mag uns unser Gott mit Pest oder mit dem Schwert schlagen", behaupten sie (2. Mose 5:3).

Der Pharao zweifelt daran. Ihm hat sich der neue Gott noch nicht vorgestellt. Er kennt Jehova nicht (2. Mose 5:2)! Der Pharao erkennt aber, daß sich hier etwas zusammenbraut. Er erkennt die Popularität von Moses und Aaron und versucht sie als nichtsnutzige Aufrührer bloßzustellen.

2. Mose 5:4

Darauf sprach der König von Ägypten zu ihnen: "Wie kommt es, daß ihr Moses und Aaron, das Volk von seinen Arbeiten abhaltet? Geht eure Lasten tragen!"

Er weist sie darauf hin, daß die Bevölkerung des Landes stark angewachsen ist, und daß sich sich der jetzige Lebensstandard nur halten läßt, wenn die Leistungen des Volkes ebenfalls steigen. Daher befiehlt er, daß ab sofort das Volk Israel das Stroh für die Ziegelsteine selbst sammeln soll. Er hofft wohl, daß sich alle auf das Sprichwort "wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing" besinnen. Die Rechnung scheint fast aufzugehen. Diejenigen Israeliten, die als Beamte beim Pharao beschäftigt sind, stellen sich zähneknirschend auf die Seite Pharaos. Sie sind wütend auf Moses und Aaron.

2. Mose 5:21

Sogleich sagten sie (die israelitischen Beamten) zu ihnen (Moses und Aaron): "Jehova schaue auf euch und richte, da ihr unseren Geruch anstößig gemacht habt vor Pharao und vor seinen Dienern, so daß ihr ihnen ein Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu töten."

Die Lage beruhigt sich erst einmal wieder.

2. Mose 6:9

Danach redete Moses in diesem Sinne zu den Söhnen Israels, aber aus Mutlosigkeit und wegen des harten Sklavendienstes hörten sie nicht auf Moses.

Ähnlich wie heute versuchten auch damals die Priester Naturkatastrophen in ihrem Sinn zu deuten. Auch Moses und Aaron versuchen dies. Aber da sie offenbar mit den Gegebenheiten des Landes nicht vertraut sind, deuten sie Naturkatastrophen, die immer mal wieder aufgetreten sind, wie die Algenplagen (das Nilwasser, das sich rot färbte), Froschplagen, Mückenplagen und Heuschreckenplagen, als das Werk ihres Gottes. Sie können also dort nur kurze Zeit gewohnt haben. Kein Wunder also, dass sich der Pharao davon nicht beeindrucken ließ.  Und so lesen wir in der Bibel bei einigen dieser Wunder:

2. Mose 7:11

Pharao ließ jedoch auch die Weisen und die Zauberer rufen, und auch die Magie treibenden Priester Ägyptens ihrerseits gingen daran, mit ihren magischen Künsten dasselbe zu tun.

2. Mose 7:22 (2. Mose 8:7)

Doch gingen die Magie treibenden Priester Ägyptens daran, mit ihren Geheimkünsten dasselbe zu tun, so daß Pharaos Herz verstockt blieb, und er hörte nicht auf sie, so, wie Jehova geredet hatte.

Auf das Volk wirkt die Propaganda trotzdem. Dies bleibt auch dem Pharao nicht verborgen. So sieht er keinen anderen Ausweg mehr, als Moses die Todesstrafe anzudrohen.

2. Mose 10:28

Da sprach Pharao zu ihm: "Hinweg von mir! Nimm dich in acht! Versuche nicht, mein Angesicht wieder zu sehen, denn an dem Tage, da du mein Angesicht siehst, wirst du sterben."

Mehr dazu in dem Buch von Claudia Moroni und Helga Lippert mit dem Buchtitel: Biblische Plagen - Zorn Gottes oder Rache der Natur.

 

Der Exodus

Moses und Aaron wissen nun, daß sie nicht mehr viel Zeit haben. Bei der nächsten Seuche ist die Gelegenheit günstig. Ein Thronfolger Pharaos ist unter den Seuchentoten (2. Mose 12:29). Damals kein außergewöhnliches Ereignis, aber ein schlechtes Omen. Aus Inschriften weiß man, daß Ramses II 12 seiner Söhne überlebt hat (Gisela Gottschalk, Die großen Pharaonen).

Angeblich schickt der Pharao nun freiwillig das Volk Israel weg, und die Ägypter geben ihnen freiwillig Gegenstände aus Gold und Silber (2. Mose 12:31-36). Der Pharao scheint jedoch nicht so nahe am Ort des Geschehens gewesen zu sein, denn in 2. Mose 14:5 steht:

2. Mose 14:5

Später wurde dem König von Ägypten berichtet, daß das Volk weggeeilt sei.

Dabei waren es, wenn man der Bibel Glauben schenkt, etwa 600 000 körperlich taugliche Männer, d. h. Männer im wehrfähigen Alter.

Das Wort für 1000 kann im Hebräischen leicht mit dem Wort für "Rudel", "Schar" verwechselt werden (Quelle: "Ist die Bibel richtig übersetzt" Pinchas Lapide)

Der Pharao schickt nur eine verhältnismäßig kleine Truppe los. 600 Kriegswagen und noch etwas Kavalerie (2. Mose 14:6-9). Berücksichtigt man allerdings, dass die Zahlenangabe 600000 vielleicht nur für 600 Großfamilien steht, dann hat der Pharao ein durchaus ebenbürtiges Heer zusammengestellt.

Vielleicht hoffte der Pharao aber auch, daß Moses mit der riesigen Menschenmenge und den Viehherden Koordinierungsprobleme bekommt (2. Mose 14:3). Aber er hatte Moses unterschätzt. Moses befahl dem Volk sich bei Pihachiroth zu sammeln.

Die geographische Lage des Ortes Pichahiroth läßt sich heute nicht mehr mit Sicherheit ermitteln. Nach der Bibelübersetzung der Zeugen Jehovas handelte es sich hier um einen Ort am Roten Meer. Nach der Lutherübersetzung lag der Ort am Schilfmeer. Die Vermutung, daß es sich hierbei nicht um das Rote Meer, sondern um ein Sumpfgebiet handelte, wird auch durch eine Stelle in einem der Kriegslieder gestützt.

2. Mose 15:12

Du strecktest deine Rechte aus, da verschlang sie die Erde.

In ein Sumpfgebiet konnte ihnen das Heer Pharaos mit den Kriegswagen nicht folgen. Allerdings scheint dies auch das Ende der Viehherden gewesen zu sein, die das Volk mitgenommen hatte (2. Mose 12:38), denn schon zweieinhalb Monate nach dem Auszug aus Ägypten beginnt das Volk über Nahrungsmangel zu klagen (2. Mose 16:1-3).

Die Geschichte von Moses, der mit dem Stab Wasser aus dem Felsen schlägt, hört sich für uns Mitteleuropäer wie eine Wundergeschichte an. Tatsächlich findet jedoch diese Geschichte in den Eigenarten der Wüste ihre natürliche Erklärung. Viele der kleineren Wasserstellen in der Wüste versanden. Durch die Feuchtigkeit bildet sich eine harte Kruste. Den am Nil ansässigen Israeliten mußte dies natürlich wie ein Wunder erscheinen (siehe Joachim Rehrock "Archäologie und biblisches Leben" Seite 184).

Moses zeigt nun dem Volk, wie man sich in dieser Wildnis ernährt. Diese Wildnis war schließlich jahrelang seine Heimat gewesen. Er weiß, wie man Wasser mit Holz aufbereitet (2. Mose 15:24). Er kennt die Wasserstellen (2. Mose 15:23, 2. Mose 15:27). Er zeigt dem Volk Israel das Manna (2. Mose 16:14,31). Dieses Manna war dann jahrelang das Hauptnahrungsmittel des Volkes Israels (2. Mose 16:35, 4. Mose 11:6). Aber nicht immer gelang es Moses, für das Volk ausreichend Trinkwasser herbeizuzaubern.

4. Mose 33:14-15

Als nächstes zogen sie von Alusch weg und lagerten dann in Rephidim. Und es zeigte sich, daß es dort für das Volk kein Trinkwasser gab. Danach zogen sie von Rephidim weg und lagerten dann in der Wildnis Sinai.

Verlustreich waren auch die ersten Kämpfe mit den Bewohnern des Landes. In 2. Mose 17 wird zwar von einem siegreichen Kampf gegen die Amalekiter gesprochen. Andererseits schwört Moses den Amalekitern ewige Rache.

2. Mose 17:16

. . . indem er sprach: "Weil eine Hand wider den Thron Jahs ist, wird Jehova mit Amalek Krieg führen von Generation zu Generation."

In 5. Mose wird deutlich, daß es diese siegreiche Schlacht wahrscheinlich nicht gegeben hat. Amalek stellte sich nicht zum offenen Kampf. Er wendete eine Guerilla-Taktik an.

5. Mose 25:17-19

"Man sollte dessen eingedenk sein, was Amalek dir auf dem Wege antat, als ihr aus Ägypten kamt, wie er dir auf dem Wege begegnete und dann hinter dir her all‘ deine Nachzügler schlug, während du erschöpft und ermattet warst; und er fürchtete Gott nicht. Und es soll geschehen, wenn Jehova, dein Gott, dir Ruhe gegeben hat vor all‘ deinen Feinden ringsum im Lande, das Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt, damit du es in Besitz nehmest, daß du die Erwähnung Amaleks unter den Himmeln austilgen solltest. Du sollst es nicht vergessen."

Für Moses und Aaron begann nun eine schwierige Zeit. Die Kritiker wurden immer zahlreicher.

2. Mose 14:12

"Ist das nicht das Wort, das wir in Ägypten zu dir redeten, als wir sagten: ‚Laß ab von uns, damit wir den Ägyptern dienen?‘ Denn es ist besser für uns, daß wir den Ägyptern dienen, als daß wir in der Wildnis sterben."

2. Mose 16:3

Und die Söhne Israels sprachen fortgesetzt zu ihnen: "Wären wir doch nur durch Jehovas Hand im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen, als wir Brot bis zur Sättigung aßen, denn ihr habt uns in diese Wildnis hinausgebracht, um diese ganze Versammlung zu Tode zu bringen."

4. Mose 20:5

Und warum hast du uns heraufgeführt aus Ägypten, um uns an diesen üblen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der Aussaat und der Feigen und der Weinstöcke und der Granatäpfel, und da ist kein Wasser zum Trinken.

Moses kontert. Er nennt Ägypten einen Eisenschmelzofen und ein Sklavenhaus (5. Mose 4:20, 5. Mose 5:6).

 

Mit Mord und Totschlag an die Macht

Die Geschichte mit dem goldenen Kalb (2. Mose 32) zeigt, daß nicht alle, die von Moses verkündete Religion ernst genommen haben. In ihrer Not mögen Moses und Aaron wohl an das Sprichwort "getrennt marschieren, vereint schlagen" gedacht haben.

Wenn sich ein Aufstand ankündigt, ist es immer von Vorteil die Rädelsführer zu kennen. Aaron ist daher erst einmal den neuen Volkstribunen zu Diensten. Moses verschwindet für einige Zeit von der Bildfläche. Es heißt, er holt die Gesetzestafeln. Aber die angeblich von Gott beschriebenen Tafeln zerbrechen leider. Offenbar waren sie nicht für die Ewigkeit gemacht (2. Mose 34:28).

Wahrscheinlicher ist, daß er mit den Stammesfürsten, die sich auf seine Seite geschlagen hatten, über ein Gesetzbuch beraten hat, denn die Ernennung der Stammesfürsten zu Richtern und die Verkündung der mosaischen Gesetze finden am gleichen Ort, am Fuße des Berges Sinai statt (2. Mose 24:9-15), einem damals noch tätigen Vulkan (2. Mose 19:16-19). Weltliche Macht braucht schließlich eine Legitimation, wenn sie nicht auf demokratischem Wege vom Volk eingesetzt wird, und dafür war Moses den Stammesfürsten allemal gut genug.

Aaron gießt inzwischen das goldene Kalb, das zur Symbolfigur des Kultes werden sollte. Ein Stierkult, wie es ihn auch im alten Ägypten gab (Apis-Kult).

Nun taucht Moses wieder auf. In einer Blitzaktion, die von seinem eigenen Stamm, den Leviten, durchgeführt wird, läßt er 3000 Mann hinrichten, denn nichts ist gefährlicher für einen religiösen Führer als fremde Religionen.

2. Mose 32:28

Und die Söhne Levis gingen daran, zu tun, wie Moses gesagt hatte, so daß dort an jenem Tage vom Volk etwa 3000 Mann fielen.

Auch in religiös begründeten Rechtssystemen wird mit zweierlei Maß gemessen, wie an diesem Beispiel deutlich wird. Weitere Beispiele finden sich in dem Buch "das Wesen des Christentums" von Ludwig Feuerbach.

Interessant ist nun, dass Aaron, der zukünftige Oberpriester, plötzlich nur als kleiner Handlanger des Volkes dargestellt wird. Er wird nicht bestraft.

Das goldene Kalb wird angeblich von Moses zu Staub zerstampft. Den Staub streute er in Wasser und gab es den Israeliten zu trinken. (2. Mose 32:20). Soviel Goldstaub hätte sich aber am Boden abgesetzt. Es ist daher anzunehmen, dass es Moses einkassiert hat. So hatte er auch gleich eine finanzielle Basis für seine Machtausübung.

Hier zeigt sich die Intoleranz dieser Religion, wie auch jeder anderen Religion, die wohl darin begründet ist, daß Religionen Leben versprechen (2. Mose 23:26). Jeder andere Glaube wird so zu einem Angriff auf das eigene Leben und das Leben der Angehörigen. Glaube ist dann nicht mehr eine Meinungsäußerung, sondern wird zum Lebenselixir. Dabei läßt sich der eigene Glaube, ebenso wenig wie jeder andere Gedanke, konservieren, denn die Gedanken rinnen dahin, wie die Zeit dahin rinnt. Glauben kann man schließlich nur das, was einem glaubwürdig erscheint.

Wie hervorragend die Geschwister Moses, Aaron und Mirjam zusammengearbeitet haben, kann man auch noch an anderer Stelle nachlesen.

4. Mose 12:1

Mirjam und Aaron nun begannen wider Moses zu reden wegen der kuschitischen Frau, die er sich genommen hatte, denn er hatte sich eine kuschitische Frau genommen.

Mirjam und Aaron vertreten hier die Stimme des Volkes (4. Mose 12). Das Volk forderte eine Bestrafung Moses. Der israelitische Nationalstolz war verletzt. Moses, Aaron und Mirjam begeben sich alleine zum Zelt der Zusammenkunft. Es folgt eine Beratung. Moses will natürlich seine kuschitische Frau behalten. Aber wie sagt man dies dem Volk. Aaron und Mirjam gehen nun wieder vor das Zelt, wo der ganze Stamm der Dinge harrt, die da kommen. Und plötzlich passiert das gleiche "Wunder", das Moses während seiner Lehrzeit in Midian kennen gelernt hat (2. Mose 4:6-7).

4. Mose 12:10

Und die Wolke wich von der Stelle über dem Zelt und siehe! Mirjam war mit Aussatz geschlagen, so weiß wie Schnee.

Dem Volk wird erklärt, daß sich vor allem Mirjam gegen Gott versündigt hat, weil sie es gewagt hat, gegen den Knecht Gottes, gegen Moses, ihre Stimme zu erheben (4. Mose 12:8). Aaron bleibt wiederum straffrei. Mirjam begibt sich nun für sieben Tage außerhalb des Lagers in Quarantäne. Das war genau die Zeit, die bei Verdacht auf Lepra vorgeschrieben war (3. Mose 13:4). Mirjam war beim Volk sehr beliebt. Von ihr stammte u. a. eines der Kriegslieder (2. Mose 15). Also wartete das Volk, bis Mirjam aus der Quarantäne entlassen wurde.


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