Die Sintflut in der Diskussion

Die Probleme mit der Arche


Dieter:

Die Arche bestand nach Deiner Rechnung aus einem Kasten von 137m*23m*14m = 44114m3 Rauminhalt :2,8= 15755 BRT. Du rechnest hier mit 13.900 BRT als Ladeinhalt.

Dieser Kasten war nach der Überlieferung aus Tannenholz innen und außen mit Pech abgedichtet. War also wasserdicht aber auch luftdicht. An einer Seite war in der Mitte eine Tür deren Größe nicht bekannt ist. Sie kann höchstens 14m hoch gewesen sein. Ein Prontosaurier mit 18 m Höhe musste sich also etwas ducken. Aber sicher war's ein ganz junger Prontosaurier.

Die Tiere haben natürlich in der Arche von selbst ihre Plätze gefunden, schließlich war Gott höchstpersönlich hier Platzanweiser.

Klaus-Dieter:

So war es.

Dieter:

Anmerkungen aus einer Textdatei, die mir Herr Dipl. Ing. H. A. Goerke (www.goerke.us) per E-Mail zugesandt hat:

Im Mittelmeerraum wachsende Bäume sind in 15 bis 30 Jahren groß und reif zur Holzernte. Die Stämme haben wenige Altersringe, das Holz ist sehr weich und fault schnell. Man schaue sich nur die Fensterrahmen und Türen spanischer Ferienhäuser an, nach 25 Jahren ist das Holz trotz Schutzfarbe am Ende. Dagegen wachsen z.B. die Bäume in nördlichen arktischen Wäldern in 80 bis 160 Jahren zur vollen Größe heran, das Holz hat entsprechend viele Jahreringe und ist im Vergleich zum Mittelmeerholz hart und dauerhaft bis zu 200 Jahren.

Holz hat in den ersten 3 Jahren quer zur Faser bis zu 8% Schwund, deswegen wurde nur 10 Jahre gelagerte Eiche oder Zeder verarbeitet. Eine Schiffshülle aus grünem Holz ist fatal, in wenigen Wochen leckt das Schiff hoffnungslos. Die Fugen hätten auf die Schiffhöhe bezogen eine Gesamtbreite von 1 Meter. Diese Gefahr wird auch belegt durch den geringen Tiefgang historischer Schiffe unter 1 Meter plus weiterem Tiefgang durch die relativ geringe Nutzlast.

Man baute die Schiffe noch von außen nach innen, also erst die Beplankung und da hinein das Tragwerk. Die alten Schiffdecks hatten um 200 kg/m² Tragfähigkeit, die Bohlen waren zur Lastverteilung nicht mittels Nut und Feder verzahnt, sondern nur dick und wurden nur durch Spalten der Holzstämme gewonnen. Sägen kam erst um 900 n.C. auf. Die Fugen wurden mit Hanf kalfatert, entweder mit Baumharz oder mit Erdpech.

Als alle Tiere verstaut waren, hat Gott auch die einzige Tür der Arche von außen fest verschlossen, denn da der Kasten steuerlos dahintrieb, musste auch diese Tür wasserdicht verschlossen werden, sonst wäre hier bei jedem Strudel, in den die Arche geraten ist, das Wasser hereingelaufen. Damit war die Arche luftdicht verschlossen. Denn das einzige Fensterchen der Arche, knapp 50x50cm groß, war oben angebracht. Bei dem mächtigen Regen wäre hier das Wasser in Sturzbächen hereingelaufen.

Bei der Arche Noah gibt es ein zusätzliches Problem, auf das bisher noch nicht Bezug genommen wurde. Bei der großen Länge kann die Arche auf hoher See wegen der langen Dünung der Wellen und auch wegen der viel größeren Höhe der Wellen auseinanderbrechen.

Erst in der vergangenen Woche (1996, 1997) ist ja wieder ein Frachter bei einem schweren Sturm auseinandergebrochen.

Nach Deiner Rechnung war es nur jeweils ein Pärchen, das in der Arche Platz finden musste.

Die Bibel schreibt jedoch in 1. Mose 7:2, dass Noah von den reinen Tieren (für den frommen Israeliten essbaren Tieren) jeweils 7 Paare mitnehmen sollte. Also hatte er eine Schafherde von 14 Stück dabei, eine Rinderherde von 14 Stück, eine Rehherde, eine Pferdeherde, eine Ziegenherde u.s.w. Die Tiere waren alle in Kammern eingesperrt, sonst hätten sie sich während der Fahrt gegenseitig zertrampelt oder aufgefressen.

Wie viel aßen die Tiere? Von einem ausgewachsenen Elefanten weiß man dass er ca 180kg Grünfutter täglich frisst. Nehmen wir an, es waren zwei junge Elefanten, die nur ein viertel der Menge gefressen haben, so haben sie in den ca 300 Tagen (es waren etwas mehr) an Bord ca 27000 kg Grünfutter verzehrt und fast die gleiche Menge Scheiße produziert. Du kannst Dich ja mal bei einem Bauern erkundigen wieviel Urin und wieviel Scheiße eine Kuhherde in einem Winter produziert. Man kann sich also ausrechnen, dass der Urin in Bächen in's unterste Deck geflossen ist. Sieh dir einmal die Odelgrube eines Bauern an.

Bert:

Das kleine Fenster muss man ansehen wie das Loch in einem primitiven Plumps-Klosett, aber von innen betrachtet: In all der Verwesung und aufgehäuften Kloake robbt und schwimmt und rutscht Noah.

Dieter:

Richtig. Die Arche hatte ja nur ein kleines Fensterchen, das oben angebracht war. Die Faulgase und das Kohlendioxid, das die vielen Tiere ausatmeten war jedoch schwerer als Luft.

Und da die Arche wasserdicht und somit auch luftdicht verschlossen war, war so schon in den ersten Tagen das Unterdeck wegen Luftmangel nicht mehr zu gebrauchen. Und es war auch gefährlich dieses Unterdeck zu betreten.

Dazu eine wahre Geschichte: Mein Vater hat als Ingenieur Gasanlagen bei der Fa Siemens gebaut. Eines Tages brachte er etwas bedrückt eine Zeitung nach Hause. Zwei Techniker des TÜV sollten einen Stickstofftank abnehmen. Trotz bereitgestelltem Atemgerät wagten sie sich ohne Atemgerät in den Stickstofftank. Die Beiden kamen nicht mehr heraus. Sie sind schon nach wenigen Minuten erstickt. Eine sofort eingeleitete Rettungsaktion kam zu spät.

Die Arche Noah war ein Kasten, in dem es innen stockfinster war. Zumindest auf den beiden unteren Decks. Noah konnte auch kein Licht anzünden, denn

1. hätte dies ebenfalls Sauerstoff verbraucht und

2. eine schlagwettersichere Grubenlampe gab es damals noch nicht.

Ein einziger Funke hätte genügt um eine Explosion auszulösen.

In Kläranlagen nutzt man die Faulgase zur Stromgewinnung, aber so modern war die Arche nicht ausgestattet. Aber vielleicht ließ der Herr auch hier sein Licht leuchten.

Klaus-Dieter:

Könnte sein.

Zu den Faulgasen: Nun, diese Annahmen halte ich nicht für standfest. Sie gehen alle von einem gleich bleibenden Stoffwechsel aus. Ob das so war, ist anzuzweifeln, einmal unabhängig davon, was die Menge an Nahrung angeht.

Ein Bär, z.B., der in den Winterschlaf geht, oder auch andere Tiere, senken ihren Stoffwechsel gegen "Null", d.h., sie benötigen in diesen ca. 3 - 6 Monaten, weder Nahrung, noch produzieren sie Kot oder Urin.

Gehen wir davon aus, dass es hier auch so war, und einiges spricht dafür,

a) Gottes persönlicher Einsatz,

b) Dunkelheit in der Arche, wie in der Bärenhöhle, beim Winterschlaf,

c) Beweis der lebenden Tierwelt heute,

so haben wir meiner Meinung nach die gewünschte Erklärung dafür gefunden.

Damit sind Gülle, Faulgase etc. nicht oder nur in ganz geringem Maß angefallen, mithin erklärbar.

Faulgase nein, CO2 ja.

Klaus:

Stimmt nicht ganz ; der Bär ist in der Lage seinen im Winterschlaf produzierten Urin in Aminosäuren zu spalten, die wieder resorbiert werden. Diese Fähigkeit haben aber nicht alle Tierarten.

Dieter:

Klaus-Dieter Du bemühst halt ein Wunder, denn das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.

Ohne Wunder geht's eben nicht. Und mit Wunder kann man alles erklären, da geht auch ein Kamel durch ein Nadelöhr. Ob man auch ein Kamel sein muss, um so etwas zu glauben sei dahingestellt, aber lt. Bibel spricht da einiges dafür...

Matthäus 11:25

Zu jener Zeit antwortete Jesus und sprach:"Ich preise Dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast."

Wenn Du hier ein Wunder Gottes konstruierst (ein ganzes Jahr lang Winterschlaf), dann musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass Gott dann den natürlichen Ablauf der Dinge verändert hat, also eine Veränderung seiner Regeln vorgenommen hat. Ich frage mich, wieso dann jenes perverse Liebesopfer für die Menschheit notwendig war, die Opferung seines Sohnes für die Sünden der Menschheit. Aber Deiner Meinung nach lösen sich solche Widersprüche alle auf, wenn wir erst einmal Gott voll verstanden haben. Wobei hier zu bedenken ist, dass wir ja auch im Jenseits jene kleinen Geister bleiben.

Klaus-Dieter:

Weißt Du überhaupt, wovon Du sprichst? Ich denke , nein und frage Dich:

  • Ist es pervers, wenn eine Mutter ihr Kind aus den Flammen rettet und selber dabei stirbt?

  • War es pervers, dass Lanzer sich auf eine Handgranate warfen und selbst zerfetzt wurden, um das Leben Ihrer Kameraden zu retten?

  • Ist es pervers, dass Rettungsdienste täglich ihr Leben aufs Spiel setzen um Menschen zu retten?

Dieter:

Du vergisst dabei, dass Gott die Regeln ändern konnte (Wunder). Die Beispiele, die du bringst, beziehen sich alle auf menschliche Konfliktsituationen, denen ein allmächtiger Gott nicht ausgesetzt ist. Aber wir sind hier vom Thema Sintflut / Arche Noah abgeschweift.


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