Die Sintflut in der Diskussion

Kontinentaldrift / Fossilen


Dieter:

Ein anderer Punkt, wo Deine Theorie noch nicht ganz konsistent ist, ist die Teilung der Erde in Kontinente.

(Stichwort Peleg).

Peleg wurde erst 4 Generationen nach der Sintflut geboren (Sem zeugt Arpachschad, Arpachschad zeugt Schelach, Schlelach zeugt Eber, Eber zeugt Peleg).

D. h. an der Landaufteilung in Kontinente hat sich durch die Sintflut erst mal gar nichts geändert. Es gab vorher einen Euphrat (1. Mode 2: 11ff) und es gab nachher einen Euphrat. Es gab vorher einen Tigris und es gab nachher einen Tigris. Es gab also nur etwas weniger Land. Und in der Zeit nach der Sintflut müssen sich auch die Alpen aus dem Meer emporgehoben haben. Und das in nur ca zweitausend Jahren, denn Hannibal hat mühsam die Alpen überquert und es gelang ihm auf diese Weise den Römern eine Menge Gold abzunehmen.

Das kilometerdicke Sedimentgestein der Alpen muss demnach in nur ca 2000 Jahren vor und kurz nach der Sintflut entstanden sein. So muss also jedes Jahr mindestens 1m Sedimentgestein entstanden sein. Normalerweise entsteht solches Sedimentgestein durch den Temperatursturz, wie er jeden Winter stattfindet. Die sinkende Temperatur führt dazu, dass nicht mehr so viel Kalk im Wasser gelöst werden kann. Der Kalk wird also ausgefällt. Bei einer großen Wassertiefe kann so eine gewisse Menge an Kalk ausgefällt werden, der im Sommer mit den Flüssen eingebracht wird.

Deine Variante: Nach der Sintflut hat sich der ganze Schmutz abgesetzt, passt wegen der Reinheit des Kalksteins nicht ganz, selbst wenn man annimmt, dass wegen der unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeit eine Trennung der Materialien zustande gekommen ist.

Und deiner Meinung nach war es ja Süßwasser, was da heruntergekommen ist, kein mit Kalk übersättigtes Wasser. Und wenn man hier eine kilometerdicke Schlammschicht voraussetzt, dann muss man woanders wenigstens eine meterhohe Schlammschicht annehmen. Die Vegetation musste sich da erst mal erholen.

Klaus-Dieter:

... an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf...

(1. Mose 7, 11) muss schon gewaltige Erosionskräfte und Umgestaltungen mit sich gebracht haben.

Eine Umgestaltung muss aber nicht unbedingt alles zu 100% umgestalten. Dass es weniger Land gab, ja. Dass das Land ein neues Gesicht hatte, nach der Flut, ja. In bestimmten Bereichen war das sicher so. Andere waren aber von vorneherein 'Rein' und sind es geblieben.

Dieter:

Die Brunnen der großen Wassertiefe sind eine Anspielung auf das damals herrschende Weltbild nach dem die Erde als Scheibe auf dem Wasser schwamm umgeben von mehreren Himmeln. Die große Wassertiefe ist jenes Wasser unter der Erde. Ein Weltbild, das auch Petrus vertreten hat.

2. Petrus 3:3-6

Denn dieses erkennt zuerst, dass in den letzten Tagen Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die nach ihren Begierden vergehen und sagen: "Wo ist diese seine verheißene Gegenwart? Ja, von dem Tage an, da unsere Vorväter [im Tod] entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an."

Denn ihrem Wunsche gemäß entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, dass es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt aus dem Wasser herausstand und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; und durch diese [Dinge] wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde.

Die Erde wurde also durch Gottes Wort über Wasser gehalten. damit erklärt sich auch, warum die Wasser der Legende nach 150 Tage lang gestiegen sind (1.Mose 7:24) nach einem vierzig Tage lang dauernden Regen (1.Mose 7:12).

Jeff:

Ein eindrucksvoller Beweis für die Sintflut ist der Gran-Canyon. Der Colorado-Fluss tritt in den Gran-Canyon auf einer Meereshöhe von ca. 950 m ein und verlässt ihn auf einer Meereshöhe von ca. 600 m. Das Gebirge, das er durchschneidet ist aber mehr als 2000 m hoch. 

Dieter:

Dieses Gebirge kann durch die Kontinentaldrift allmählich entstanden sein. Mag sein, dass sich der Fluss zeitweise aufgestaut hat und dann die Wassermassen den Durchbruch geschaffen haben.

Klaus-Dieter:

Deine Annahme ist, was die Fossilien anbetrifft, eher unwahrscheinlich (Stichwort Verwesung). Für die Fossilien etc. sprechen eher plötzliche Umgestaltungen.

Dieter:

Die Gefahr einer Verwesung ist in großer Wassertiefe nicht so stark, denn es gibt nur wenige Tierarten, die sich an den hohen Druck und an die Dunkelheit anpassen konnten. Auch Sauerstoff ist in diesen Tiefen rar. Und die meisten Fossilien bestehen im Übrigen aus Muscheln oder Knochen. Am Strand werden sie durch die Brandung zerrieben. Aber wenn sie in die Tiefe absinken, so gibt es dort keinen Wellengang. Es gibt allerdings auch Fossilien, die einen recht plötzlichen Tod starben, etwa durch ein Erdbeben, eine Schlammlawine oder eine Eiszeit. In Sibirien hat man Mammuts im Eis konserviert gefunden, in deren Magen man Überreste von Gras gefunden hat. 

Klaus-Dieter:

Wer redet hier von großen Tiefen? Fossilien von verschiedenen Arten die wir kennen, leben nicht unbedingt in der Tiefsee.

Dieter:

Aber frische Kadaver dieser Tiere können durchaus bei einem Sturm in die Tiefe gespült werden.

Du musst auch bei Deiner Rechnung von einer Kontinentaldrift von durchschnittlich mehr als 1 km pro Jahr ausgehen. Tatsächlich sind es heute nur einige Zentimeter pro Jahr. Du kannst Dir mal ausrechnen welche Wassermassen da um Amerika herumgeströmt sein müssen.

Klaus-Dieter:

Wir wissen (können ahnen und es ist Stand der Wissenschaft), dass die Kontinente einmal zusammenpassten und 'eins' waren. Da sind wir uns einig. Nur, wenn sie zu dem Zeitpunkt wie in der Bibel beschrieben, auseinander gedriftet sind, wissen wir nicht, mit welcher Geschwindigkeit das geschah. Die Annahme, das es linear passierte ist unberechtigt.

Dieter:

Dass die Kontinentaldrift linear verlaufen ist, habe ich nicht behauptet. Aber eine derart rasche Kontinentaldrift setzt doch voraus, dass die Erde noch weitgehend in einem glutflüssigen Zustand war. Die Flut hätte aber eine weitere Abkühlung gebracht. Es sei denn man setzt, wie Wolfgang, voraus, dass das Wasser sich in der Thermosphäre befand und kochend heiß heruntergeregnet ist. Aber selbst das wäre noch kälter als vulkanisches Gestein. Und in der Arche wäre es wohl ganz schön warm geworden. Die Frage ist dann auch, warum heute das Wasser unterhalb der Thermosphäre zu Wolken kondensiert.

Vor allem verformt sich Holz leicht bei hohen Temperaturen. Und schon wieder ist ein Wunder fällig.

Dem Argument mit der Thermosphäre bin ich damals nicht ganz gefolgt. Die hohe Temperatur der Thermosphäre erklärt sich zum einen aus der geringen Luftdichte in diesen Höhen (höhere Beweglichkeit der Atome) zum anderen auch durch die höhere Sonneneinstrahlung und durch die Trägheit der Lufthülle, die nicht ganz der Erddrehung folgt.


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