Die Sintflut in der Diskussion

Die Anzahl der Tierarten in der Arche


Dieter:

Du schreibst:

>>Die Grenzen, die Gott für die Fortpflanzung innerhalb der "Art" festgelegt hatte, müssen beachtet werden. Daher sind einige Forscher der Meinung, daß nur 43 Säugetier"arten", 74 Vogel"arten" und 10 Reptilien"arten" mit in die Arche genommen werden mussten, damit die verschiedenen heute bekannten Arten hervorgebracht werden konnten. Nach anderen, etwas großzügigeren Schätzungen hätten 72 "Arten" von Vierfüßern und nicht ganz 200 Vogel"arten" genügt.<<

  1. Die Artgrenze für Biologen ist die Fortpflanzungsgrenze. D. h. man schätzt, die Gesamtzahl der Arten wie von Dir genannt auf 1,3 Millionen. Wenn wir Deinen Zahlen folgen, so musste Noah also wenigstens 10% dieser Arten an Bord nehmen (alle Landtiere).

  2. Nach Deiner Version gab es in der großzügigeren Variante nur 37 Reptilienarten, die Noah mitnehmen musste. Wenn man so wenige Arten annimmt, kann man für die Schlangen nur zwei Arten eingeplant haben. Die Giftschlangen und die ungiftigen Schlangen. Aber da gibt es schon das erste Problem. Schlangengift ist nicht gleich Schlangengift. Erkundige Dich mal bei Deinem nächsten Urlaub in einer Schlangenfarm, wie viele unterschiedliche Schlangenseren gegen Schlangenbisse hier bereit gehalten werden. Für jede Giftschlange soviel ich weiß ein eigenes Serum. Die Giftdrüsen bei Schlangen sind ein recht komplexes Organ, denn das Gift darf ja nicht in den Blutkreislauf der Schlange gelangen. Das Schlangengift muss aber essbar sein, d.h. vom Darm der Schlange muss das Gift wieder zersetzt werden. Das Gift muss also mindestens die Bedingung erfüllen, dass es von Säuren zersetzt wird. Auch der Mensch kann übrigens Schlangengift essen. Das andere Problem, was hier auftaucht, ist, wie bereits oben genannt die Unterschiedlichkeit der Schlangengifte. Warum sollte sich eine hochgiftige grüne Mamba zu einer etwas weniger giftigen Kreuzotter entwickeln oder zur ebenso giftigen Klapperschlange. Das ist nicht allein mit der Degeneration der Arten, die von Evolutionsgegnern propagiert wird, zu erklären; denn die Arten existieren ja heute beide. Die Evolutionisten gehen davon aus, dass die "Erfindung" des Giftzahns bei den Schlangen mehrfach gemacht wurde.

Die Entwicklung neuer Arten setzt zudem eine Isolationsphase voraus, in der sich die Arten auseinanderentwickelt haben. Und eine Phase, wo sich diese neuen Arten ausgebreitet haben, so dass wir sie heute im gleichen geographischen Raum finden. Und erkundige Dich doch mal in einem Zoo, ob sich ein Gorilla mit einem Resus-Äffchen paaren lässt, soweit ich weiß ist das noch nirgends gelungen. Aber nach Deiner Rechnung ist ja Affe gleich Affe, oder es wird vielleicht gerade mal zwischen denen mit Schwanz und denen ohne Schwanz unterschieden.

Den Schwanz am Hinterteil meine ich natürlich.

Klaus-Dieter:

Gut, tatsächlich kennen wir weniger als 200 giftige Schlangenarten, von etwa knapp 3.000 Schlangenarten insgesamt. Diese lassen sich wiederum in ihre Hauptgruppen, das sind einige wenige Oberarten wie: Nattern, Vipern, Ottern..., einteilen.

Nun, es wäre sicher interessant, da einmal nachzuvollziehen, welche Gruppe mit welcher sich paaren kann und wo, d.h. ob und bis zu welchem Grad das überhaupt heute erforscht ist. Ist ja bei anderen Tierarten auch so und nicht uninteressanter.

Dieter:

Wenn Du nur so wenige Arten als Basis"arten" annimmst und diese Arten mit der heute lebenden Fauna vergleichst, dann ergibt sich daraus eine Veränderung der Gene von einem solch gewaltigem Ausmaß innerhalb von nur ca 4500 Jahren, wie sie kein Evolutionist annimmt. Deine Theorie ist also folglich noch unglaubwürdiger als die von Dir verschmähte Evolutionstheorie. Deine Theorie setzt nämlich einerseits ein gewaltiges Artensterben nach der Sintflut voraus, andererseits die Entstehung tausender neuer Arten.

Und es gibt noch zwei weitere Probleme:

  1. In Australien und Neuseeland hat man festgestellt, dass durch die eingeführten Säugetiere (Hauskatzen, Ratten), die zum Teil verwildert sind, einige der Arten innerhalb von nur wenigen Jahrhunderten vom Aussterben bedroht waren. Für einige der flugunfähigen Vögel sind Rettungsaktionen gestartet worden. Ich frage mich also wie diese Tiere unmittelbar nach der Sintflut überlebt haben. Mehr dazu ...

  2. Die Ausbreitung der Arten: Nach Deiner Rechnung sind die Landschnecken in der kurzen Zeit von nur vier Generationen vom Ararat bis nach Amerika gepilgert. Auf der anderen Seite bis nach Sumatra, Borneo, Australien und Japan. Nur - für eine Landschnecke ist es nicht so einfach einen Bach zu überqueren. Da müssen sie sich erst mal bis zur Quelle hin ausbreiten. Und von einer explosionsartigen Ausbreitung kann man hier nicht ausgehen, denn die Arten begrenzen sich ja gegenseitig und das Nahrungsangebot ist begrenzt. Da kann man nur annehmen, daß Gott hier den Christopherus gespielt hat und das nicht nur für die Schnecken, sondern auch für zahlreiche Käfer u.s.w.. Während sich die Menschen lt. Bibel in diesen vier Generationen gerade mal im vorderen Orient ausgebreitet haben, waren die Landschnecken da um ein vielfaches schneller und haben sich dabei auch gleich noch in die unterschiedlichen Arten entwickelt. Ca 80000 Schneckenarten schätzt man insgesamt, wovon viele freilich im Wasser leben. Unter den Schnecken gibt es übrigens Zwitter und solche, die zweigeschlechtlich sind.

  3. Der Mensch hat in dieser Zeit nur drei Menschenrassen entwickelt. Ein weiteres Rätsel! Den Unterschied Resus-positiv und Resus-negativ gibt es zwar auch schon beim Affen, aber beim Menschen muss er ebenso in dieser Zeit neu hinzugekommen sein.

Klaus-Dieter:

Nun, Du vergisst die natürlichen Transportmethoden der Schnecken und Würmer: Die Vögel.

Schnecken und Käfer verbreiten sich wie gesagt über alle möglichen Teile. Schwimmendes Treibholz, Äpfel, Baumstämme oder Vögel etc. also, da gibt es so viele Transportmöglichkeiten...

Gerade die Arten die Du ansprichst, Schnecken Würmer etc. haben solche Populationsraten, wie sie traumhafter nicht gehen.

Schnecken und Würmer legen doch tausende Eier je Generation. Und wenn es da keine, oder kaum Feinde gibt - aber ein über- und überreichliches Nahrungsangebot, dann sollst Du mal sehen, wie die sich vermehren.

Dieter:

Gut ein paar Würmer und Käfer mögen sich auf diese Art verbreitet haben.

Aber wo soll denn das überreichliche Nahrungsangebot herkommen, wenn sich die Vegetation erst erholen musste und die explosionsartige Vermehrung der flugfähigen Insekten alles kahl gefressen hat. Ich weiß nicht ob Du schon mal gesehen hast, wie die Landschaft nach einem Befall durch Wanderheuschrecken oder Wanderameisen aussieht. Ich habe dies schon mal in einem Film gesehen. Wanderheuschrecken haben zudem die Fähigkeit, dass sie aus der Nahrung Wasser gewinnen können, also kaum Flüssigkeit brauchen. Das ganze Ökosystem musste sich nach der Sintflut erst mal einpendeln. Leidtragender war hier auch der Mensch, dem noch nicht die chemische Keule zur Verfügung stand und in dessen Umgebung dies zu allererst geschah.

Klaus-Dieter:

Nun, bei einem optimalen Naturverhältnis, regelt die Natur mit ihren Kreisläufen das automatisch. Das geht sehr gut, solange der Mensch nicht auf falsche Art eingreift (s. z.B.: Bayr. Nationalpark)

Und die Natur erholt sich sehr schnell. Hast Du im Sommer ´mal beobachtet, wie schnell ein Rasen wächst? Da kannst Du daneben stehen. Wird alle paar Tage gemäht. Bambus wächst sogar innerhalb von Stunden etc. pp.


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