Briefwechsel mit einem Pharisäer - Teil 4

München, den 3.8.93

Sehr geehrter Prof. Dr. Schwarz!

Vielen Dank, daß Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Brief zu beantworten.

Zuerst noch einmal zu Jesus und seinem Verhältnis zum Alkohol. Es stellt sich doch die Frage, ob man das Wunder der Hochzeit zu Kana (Johannes 2:7-11), wo Jesus der Legende nach gleich mehrere Bottiche Wein herbeigezaubert haben soll, als Aufforderung zu mäßigem Weingenuß uminterpretieren kann.

Ihre Behauptung "eine Verleitung zu übermäßigem Alkoholgenuß . . . war sicherlich nicht gegeben" ist vor diesem Hintergrund nicht sehr überzeugend. Ihnen ist doch auch die Geschichte Noahs bekannt, der von seinem Sohn Kanaan betrunken aufgefunden wurde (1 Mose 9:21, siehe auch 1 Mose 19:30-36). Alkoholiker gab es auch im Umfeld der Israeliten.

Jesaja 19:14

Denn der HERR hat einen Taumelgeist über sie ausgegossen, daß sie Ägypten taumeln machen in all seinem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speit.

Weintrinken (Wein verdünnt mit Wasser) ist zwar in einigen südlichen Ländern eine Selbstverständlichkeit, aber bei weitem nicht in allen Ländern. In streng islamischen Staaten, werden Sie vergeblich warten, wenn Sie eine Flasche Wein in einem Restaurant bestellen, und in fernöstlichen Ländern war immer schon der Tee das Nationalgetränk.

"Wein als Sinnbild der Freude und Erfüllung", dies kann man aus den Psalmen (Psalm 104:15) und den Evangelien herauslesen. Moses hat jedoch seinen Anhängern vom Weingenuß abgeraten.

5 Mose 29:4-6

Er hat euch vierzig Jahre in der Wüste wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht an deinen Füßen; ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken und kein starkes Getränk, auf daß ihr erkennen solltet, daß ich der HERR, euer Gott, bin. Und als ihr kamt an diesen Ort, zogen aus der König Sihon von Heschbon und der König Og von Baschan uns entgegen, mit uns zu kämpfen. Und wir haben sie geschlagen . . .

Auch die Propheten Jesaja und Jeremia warnen wie bereits im vorangegangenen Brief erwähnt, vor dem Alkohol (Jesaja 5:22, Jeremia 16:8).

Sogar Paulus distanziert sich von Alkoholikern.

1 Korinther 5:11

Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen läßt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen.

Es bestand also damals wie heute keine gesellschaftliche Verpflichtung Wein zu trinken. Ihr Argument "Jesus wäre sonst seinen Zeitgenossen noch unverständlicher gewesen", ist daher unbefriedigend. Auch was die Übernahme des damals gängigsten Weltbilds anbetrifft! Ich habe Ihnen ja schon in meinem vorangegangenen Brief dargestellt, daß es damals kein einheitliches Weltbild gab. Gelehrtenstreit gab es damals wie heute. Es bestand also damals in diesen Punkten kein gesellschaftlicher Zwang zur Anpassung. Im Übrigen habe ich persönlich noch nie viel von Menschen gehalten, die sich überall angepaßt haben, denn dies ist doch ein Anzeichen von geistiger Trägheit.

Ich sehe in dem Verzicht auf den Alkohol keinen Verzicht auf einen Genuß, sondern für mich ist dieser Verzicht ein Stück Hochachtung vor dem Leben, das ich liebe. Ich meine, Alkohol ist in Mengen, die über ein Schnapsglas Wein hinausgehen, gesundheitsschädlich. Ich weiß natürlich auch, daß Alkohol auch bei Gärungsprozessen im Darm entsteht, auch bei biochemischen Prozessen im Organismus kann Alkohol als Zwischenprodukt entstehen. Mein völliger Verzicht ist auch nicht naturwissenschaftlich begründet, sondern es sind persönliche Erlebnisse, aus denen ich Konsequenzen gezogen habe. Ich habe in meiner mehr als 35-jährigen beruflichen Laufbahn drei Arbeitskollegen erlebt, die wegen des Alkohols zu Invaliden wurden. Anfang der achtziger Jahre hat die Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage, in der ich wohne, den Hausmeister wegen Trunksucht gekündigt. Der Hausmeister machte mich als Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats der Eigentümergemeinschaft dafür verantwortlich. Eine Zeitlang bekam ich anonyme Anrufe. Ein Fall, der mir ziemlich nahe gegangen ist.

Da man auch durch sein eigenes Verhalten auf andere wirkt, habe ich damals beschlossen keinen Alkohol mehr zu trinken und zwar gerade bei mehr oder weniger feierlichen Anlässen. Bei Geburtstagsfeiern im Betrieb habe ich keine alkoholischen Getränke mehr angeboten. Das hatte immerhin zur Folge, daß andere neben alkoholischen Getränken auch nichtalkoholische Getränke angeboten haben. Der Alkoholkonsum war zumindest in meiner engeren Umgebung geringer. - Ein anderes Erlebnis bestärkte mich in meiner Abstinenz. Mitte der achtziger Jahre sprach mich am Hauptbahnhof in München ein älterer Mann an, der mich fragte wie alt er sei. Nun ich schätzte ihn auf 50 bis 60 Jahre. Er hatte keine grauen Haare und in seinen Bewegungen war noch ein wenig jugendlicher Schwung. Er war über 80! Er meinte dies sei darauf zurückzuführen, daß er keinen Tropfen Alkohol getrunken hat. Er war von Beruf Musiker, hatte aber nie in verrauchten Lokalen gespielt, sondern hauptsächlich bei Kurkonzerten, sehr oft im Freien. Die gesunde Lebensweise hatte ihn jung erhalten. - Beeindruckt hat mich aber auch jenes Fernsehinterview mit einer 106 Jahre alten Dame, die jeden Abend ein Schnapsglas Wein getrunken hat, und meinte, dies hätte sie so lange am Leben gehalten. Sie lebte freilich auch in einem Altersheim direkt am Starnberger See, einem Altersheim, das in einer Gegend liegt, die völlig von Abgasen verschont ist.

Alkohol und Drogen sind hervorragende Lösungen: Sie lösen:

Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse,

Bankkonten und

Gehirnzellen auf.

Nur Probleme lösen sie nicht!

Quelle: www.narconon.de

Anmerkung: Das Narconon Programm basiert auf Ideen des Scientologygründers L. Ron. Hubbard. Ich betone, dass auf dieser Webseite nicht für Scientology geworben wird.

Ich meine, wer wie Sie Gott als die Quelle des Lebens betrachtet und das Leben als ein Geschenk Gottes, der handelt doch nur konsequent und glaubwürdig, wenn er dieses Geschenk nicht mutwillig zerstört (mehr zum Thema Alkohol unter Bibelkritik Jesus Teil 8 und unter Briefe Intermezzo mit Baptisten, siehe auch unter Briefe den Link zur Lebensplanung. Hier noch eine Bilderserie eines Autounfalls, bei dem Alkohol im Spiel war. Ausführliche naturwissenschaftliche Informationen zum Thema Alkohol:

http://www.3sat.de/3sat.php?

http://www.3sat.de/nano/sp/51636/

Womit wir bei der Quelle des Lebens und Ihrer Argumentation zum Sündenfall wären. In einer meiner ersten Diskussionen mit den Zeugen Jehovas habe ich ganz ähnlich wie Sie argumentiert, daß die ersten Menschen nicht am gleichen Tag gestorben sind, an dem sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen haben. Für die Zeugen Jehovas war das eine leichte Übung. Sie antworteten mir mit

2 Petrus 3:8

Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

Und der Sündenfall galt doch sehr wohl als Ursache des Todes.

Römer 5:12-14

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet. Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.

Moses spricht übrigens nirgends von einer Auferstehung. Im alten Testament und den Evangelien wird, wenn überhaupt, immer von einer fleischlichen Auferstehung gesprochen.

Hiob 32:8

Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.

Psalm 104:29

Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub. Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu die Gestalt der Erde.

Prediger 3:19-21

Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt auch er, und sie haben alle einen Odem, und der Mensch hat nichts voraus vor dem Vieh; denn es ist alles eitel. Es fährt alles an einen Ort. Es ist alles aus Staub geworden und wird wieder zu Staub. Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des Viehes hinab unter die Erde fahre?

Hesekiel 37:5-10

So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, daß ihr wieder lebendig werdet. Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Odem: So spricht Gott der HERR: Odem, komm herzu von den vier Winden (den vier Winddämonen) und blase diese Getöteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.

Matthäus 27:52-53

Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

Lukas 24:36-46

Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin's selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich sie habe. Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und Füße. Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm's und aß vor ihnen. Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, so daß sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, daß Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage;

Den Gedanken von der "Auferstehung eines geistigen Leibes" hat die christliche Religion dem Einfallsreichtum des Paulus zu verdanken.

1 Korinther 15:45-47

Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, >wurde zu einem lebendigen Wesen< und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen.

Nur den ersten Teil des ersten Satzes der oben genannten Bibelstelle findet man im alten Testament wieder. Der Rest stammt von Paulus und er hat diese Glaubenssätze gegen den Widerstand einiger Mitstreiter durchgesetzt (2. Thimotheus 2:16-18, 2. Thimotheus 1:15).

Der Tod war für Paulus und viele seiner Zeitgenossen ein Geistwesen, das in der Endzeit in den großen Feuersee geworfen wird (Offenbarung 20:14-15, 1 Korinther 15:25). Heute weiß man, daß der Tod kein plötzliches Ereignis ist, sondern nur die dramatische Eskalation eines mit dem Alter einsetzenden biologischen Prozesses, eines Prozesses, der seine Begründung in der generationenweise stattfindenden Evolution hat. Die Evolution der Arten lehrt uns, daß für das Überleben einer Art eine ausreichende Zahl von Nachkommen genügt. Wenn die neue Generation aufgezogen ist, hat die alte ihren Zweck erfüllt. Die Optimierung der Reparaturmechanismen brauchte also nie weiter gesteigert zu werden. Der Tod ist eine Folge der generationenweise voranschreitenden Evolution. Einige Amöben-Arten leiten sogar selbst ein Massensterben und gleichzeitig auch die Verbreitung von Sporen durch Ausschüttung chemischer Signale ein ("Biologie des Sozialverhaltens" Spektrum akademischer Verlag). Hier ist der Glaube mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaft nicht mehr vereinbar.

Anmerkung: Auch Paulus sieht den Leib als Tempel des Heiligen Geistes

1. Korinther 6:18-20

Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!

Ihre Behauptung, es gäbe zweierlei Arten von Geist mag philosophisch zu begründen sein, erklärt aber nicht die wechselseitige Abhängigkeit von menschlichem Geist und Materie. Für eine wechselseitige Abhängigkeit von Geist und Materie findet sich in der Bibel keine Begründung. Menschlicher Geist ist hier wie das griechische Pneuma von der gleichen Konsistenz wie Luft (1. Mose 2:7, Hesekiel 37:9, Apostelgeschichte 2:1-4). Auf jeden Fall aber etwas, das unabhängig von Materie existieren kann, etwas, das übertragbar ist. Eine Leihgabe Gottes (1. Mose 6:3, Hiob 27:3, Lukas 12:15-20). Menschen und Tiere verfügen über die gleiche Leihgabe Gottes (Prediger 3:19). Leben wird als göttlicher Geist gespendet und kehrt zu Gott zurück. Menschlicher Geist besteht also aus einer kleinen Portion göttlichen Geistes. Ihre Behauptung, der Geist Gottes ist nicht in Analogie zum menschlichen Geist zu sehen, steht somit nicht in Einklang mit Ihrer Glaubensgrundlage, der Bibel.

Bevor man behauptet, es gäbe in dieser Welt mehrerlei Arten von Geist, den menschlichen und den göttlichen, den Schöpfergeist und den Geistschöpfer und den bösen Geist, muß man sich erst einmal darüber im klaren sein, wie geistige Leistungen entstehen. Von einigen geistigen Leistungen, weiß man inzwischen sehr genau, wie sie entstehen und man kann sie mit Computern technisch realisieren.

Ich selbst habe vor eineinhalb Jahren ein lernfähiges Schrifterkennungsprogramm auf meinem Homecomputer entwickelt. Dieses Schrifterkennungsprogramm ist public domain Software auf dem ATARI. Falls Sie einen ATARI besitzen, kann ich Ihnen dieses Programm zur Verfügung stellen (Programmbeschreibung siehe Anhang). Das Programm hat übrigens auch eine sehr menschliche Eigenschaft. Es kann sich irren. Da das Programm in gewissen Grenzen fehlertolerant ist, kommt es zu Fehlinterpretationen. Während die Religion immer noch Mißverständnisse (Fehlinterpretationen) den Wirkungen des Teufels zuschreibt, wird hier die reale Ursache sichtbar.

Es gibt inzwischen andere Programme, die noch leistungsfähiger sind. Prof. Hermann Haken von der Universität Stuttgart, kann mit seinem synergetischen Computer Gesichter erkennen. Interessant ist das Verhalten dieses Computers bei Vexierbildern. Hier ist auch mit dem Computer das Ergebnis nicht eindeutig. Sicher kommen alle diese lernfähigen Programme noch nicht an die Leistungen eines Menschen heran. Aber sie sind schon durchaus vergleichbar mit der geistigen Leistung einer Schnecke oder einer Fliege.

Zu dem Thema künstliche Intelligenz besitze ich mehrere Bücher und habe einen dicken Leitzordner mit Literatur zu diesem Thema gesammelt. Dieses Wissen ist in das Kapitel "Dimensionen des Geistes" eingeflossen (siehe Anhang). Der Festkörperphysiker Prof. Hermann Haken und der Chemienobelpreisträger Manfred Eigen vertreten das Thema Geist und Materie in ähnlicher Weise (siehe "Erfolgsgeheimnisse der Natur" von Prof. Hermann Haken, sowie das Taschenbuch "Stufen zum Leben" von Manfred Eigen). Das hier Gesagte ist also nicht nur reine Spekulation eines kleinen Hobbyphilosophen. Ich bitte Sie, sich einmal damit zu befassen oder sich wenigstens anhand der Literatur aus dem beigefügten Literaturverzeichnis zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter von Spreter


Auf diesen Brief habe ich bis heute keine Antwort erhalten. In dem vorangegangenen Brief vom 14. Juli 93 hatte Prof. Dr. Schwarz in den einleitenden Sätzen seine Kapitulation bereits angekündigt. "Ich bin mir sehr unsicher, ob unser kurzes Gespräch hier noch wesentliche Akzente setzen kann", schrieb er damals.

Im Brief vom 15. Juni 93 hatte er noch versucht der Fülle an Argumenten dadurch zu begegnen, indem er sich ein Argument herausgegriffen hat, und versucht hat es zu widerlegen. Die anderen Argumente reihte er einfach in die gleiche Kategorie ein, obwohl sie dort gar nicht hingehörten, um dann sagen zu können: "Ich kann mich natürlich nicht mit einer Stelle nach der anderen auseinandersetzen, denn Ihre Argumentationsart erfordert das auch nicht, versuchen Sie doch immer, den biblischen Bericht ad absurdum zu führen." Unglücklicherweise hatte Prof. Dr. Schwarz ein Argument herausgegriffen, das trotz einiger Detailkenntnisse, die mir fehlten, nicht zu widerlegen war.

Prof. Dr. Schwarz wendete hier eine Argumentationstechnik an, die vielleicht ausreicht, schlichte autoritätsgläubige Gemüter zu beruhigen. Bei mir hatte er damit kein Glück.

München, den 21. März 1994


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