Pauschale Kritik


Freitag, 5. März 2004 20:54

Werter Herr Kreudenstein,

Ich habe gerade durch Zufall ihre Seite zu Gesicht bekommen und muss sagen, dass ihre Bibelkritik außerordentlich schlecht recherchiert ist und nur jemand, der keine Ahnung hat, verfasst solche Schriften, die weder Hand noch Fuß haben. Mir scheint es so als hätten sie die Bibel noch nicht einmal gelesen, denn selbst wenn man nicht an Gott als den Retter der Seelen glaubt, dann müsste man doch verstehen, dass die Bibel kein Kochbuch bzw. Kräuterkundebuch ist. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass ihre Kommentare und Interpretationen der Bibelstellen sehr weit her geholt sind und sich überhaupt nicht auf das konzentrieren, was die Bibelstellen aussagen.

Es ist sicher jedem freigestellt, wie er die Bibel interpretiert, wenn man jedoch diese selbst ausgedachte Interpretation ins Internet stellt, dann sehe ich das doch schon als persönlichen Angriff meines Glaubens! Sie sind sehr voreingenommen und können deshalb keine effektive und glaubwürdige Kritik schreiben!


Mit freundlichen Grüssen,

Aline M. Kunze   ( alinemaekunze@yahoo.com )

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Werte Frau Kunze,

die Bibelkritik auf meiner Homepage richtet sich vor allem gegen christliche Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich nehmen. Das Argument dieser Fundamentalisten ist, dass die Bibel Gottes Wort ist und man/frau folglich Gott beim Wort nehmen kann. Mir ist natürlich bekannt, dass die katholische und die evangelische Kirche hier die Meinung vertreten, die Bibel sei Gottes Wort in Menschenwort.

Im Übrigen werden auf der Homepage zum Teil auch unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten angeboten. So finden Sie zum Beispiel im Kapitel "Aus der Trickkiste der Vertreter des Glaubens" im Teil 4 eine Interpretation der Schöpfungsgeschichte von Kardinal Ratzinger.

Siehe Link "Bibelkritik" und dort den weiteren Link "Aus der Trickkiste der Vertreter des Glaubens Teil 4"

Auf Wunsch kann ich Ihnen den kompletten Text Ratzingers als HTML-Datei  zur Verfügung stellen (kann mit dem Internet-Explorer gelesen werden). Das Kapitel "Die Sintflut in der Diskussion ist im wesentlichen aus einer Internetdiskussion entstanden, die ich so wiedergegeben habe. Das Kapitel "Das zusammengeschusterte heilige Buch" enthält im wesentlichen Texte von zwei Theologen, deren Webseiten ich als Quelle angegeben habe. Ich habe lediglich die religiös schwärmerischen Passagen entfernt und einen eigenen Namen für die Überschrift gewählt.

Ihre pauschale Kritik, dass meine Kommentare und Interpretationen der Bibelstellen sehr weit her geholt sind und ich mich überhaupt nicht auf das konzentriere, was die Bibelstellen aussagen, ist insofern schwierig zu beantworten, da Sie keine konkreten Angaben machen, um welche Bibelstellen es sich handelt. Ich wäre Ihnen daher dankbar, wenn Sie hierzu nähere Angaben machen könnten oder wenigstens ein Beispiel nennen könnten. Vielleicht lässt sich ja manches klären. Ich schließe nicht aus, dass die Webseite an der einen oder anderen Stelle Fehler enthält und habe auch in den vergangenen Jahren einige Fehler korrigiert.

Wenn Sie Ihren Glauben als etwas statisches betrachten, als eine Art Lebenselixir, so sollten Sie hierzu das Kapitel "Religion und Gewalt" unter dem Link Religionskritik lesen, wo ich ausführlich dazu Stellung genommen habe.

Siehe Link "Religionskritik" und dort den weiteren Link "Religion_und_Gewalt"


Mit freundlichen Grüßen
Dietrich Spreter von Kreudenstein

Die Friedfertigkeit einer Gesellschaft ist messbar
an ihrer Bereitschaft zum Dialog mit Andersdenkenden.


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