Faschings-E-Mail an Kardinal Friedrich Wetter


An die Abteilung für
die gewerbsmäßige Betreibung des frommen Betrugs
zu Händen Herrn Kardinal Friedrich Wetter
Apostolischer Administrator
Erzdiözese München - Freising

Kardinal-Faulhaber-Str. 7
80333 München


Eisenach, den 11.11.2007 zum Beginn der tollen Tage

Sehr geehrte Emminenz,

ich muss Sie leider darauf hinweisen, dass ihre bisherige Parole "Jesus der Sohn Gottes" bzw. ihre Parole zur "Dreifaltigkeit" zu einfältig ist.

Sehen Sie - jeder, der die Evangelien, in den von Ihnen angebotenen Bibelstunden liest, kommt irgendwann zu der Bibelstelle

Matthäus 4:8 (Lukas 4:5; Johannes 4:8)

Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit.

Nun weiß heute jeder, dass die Erde keine Scheibe ist, sondern eine Kugel und die kann man nicht von einem hohen Berg aus überblicken.

Und was lese ich in Markus 13:24-27. Da kündigt ihr Jesus an, dass die Sterne vom Himmel fallen, ohne dass dies nennenswerte Konsequenzen für die Erde hat, nur so als Ankündigung der Wiederkunft. Ganz finster soll es dann sein. Ja das können Sie vielleicht noch Kindern erzählen, beim Blinde-Kuh-Spielen, und ein alter Esel nimmt ihnen das vielleicht auch noch ab.

In Markus 4:39 - 41 bedroht dann jener Jesus auch noch den Wind und das Meer. Hirnlose Naturgewalten! Jeder weiß doch, dass man nur jemand bedrohen kann, der über einen Verstand verfügt. Das sind die Lügen vergangener Jahrhunderte! Sie sind da nicht auf dem neuesten Stand. Ja - früher haben die Leute an personifizierte Naturgewalten geglaubt, so wie dies in Offenbarung 7, 1 steht, wo vier Engel, die vier Winddämonen festhalten.

In Markus 9:17 befreit ihr Jesus einen Epileptiker angeblich von unreinen (krankmachenden) Geistern. Dass dies natürlich keine Wirkung hat, merkt der Bibelleser spätestens wenn er seine Ausrede in

Matthäus 12:43-45 liest

Wenn ein unreiner (krankmachender) Geist von einem Menschen ausfährt, durchwandert er dürre Orte, um eine Ruhestätte zu suchen, und findet keine. Dann sagt er: ‘Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich ausgezogen bin’; und bei seiner Ankunft findet er es unbewohnt, doch sauber gefegt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und nachdem sie eingezogen sind, wohnen sie dort; und die letzten Umstände jenes Menschen werden schlimmer als die ersten.

Und so ein Windlicht, so ein Irrlicht, diesen Dämonenherumtreiber erhebt Ihre Organisation, die katholische Kirche zu einem Gottessohn! Fällt Ihnen denn nichts besseres ein? Lesen Sie denn kein Internet? Zum Beispiel

http://www.kreudenstein-online.de/Bibelkritik/Jesus_Teil8.htm#Weltbild_des_Jesus

Sie gehören doch nicht etwa zu jener Gruppe bemitleidenswerter, geistig minderbemittelter Hierarchen, die sich ihre E-Mails von ihren Mitarbeitern vorlesen lassen müssen? Wo sich dann die Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand erzählen: "Kennen Sie schon das Verhältnis von seiner Eminenz zu seinem Computer?" - "Nein!" - "Er hat keins! Seine Eminenz lebt in jeder Hinsicht streng zölibatär." In diesem Fall kann ich Ihnen nur das Buch "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins empfehlen.

Wissen Sie - ein guter Betrüger ist der, dessen Betrug der Kunde nicht merkt. Sie wissen doch, warum der Teufel seine Großmutter geschlagen hat - weil sie keine Ausrede wusste!!! Beachten Sie doch endlich das elfte Gebot: "Du sollst Dich nicht erwischen lassen!" Sollen denn Ihre Priester dank ihres "demütigen" Schweigens zu all der Bibelkritik auf Dummenfang gehen?

Es gibt zwar die Kaufmannsweisheit, dass jeden Tag fünf Dumme aufstehen, man muss sie nur finden. Aber für solche Parolen, wie Sie sie verkünden, wird halt die Suche immer schwieriger. Aber was reg' ich mich auf. Sie werden ja sowieso demnächst abgelöst.

"Hochachtungsvoll"

Spatzenpfiff von der Weide

Advocatus Diaboli

alias

Dietrich Spreter von Kreudenstein

Kohelet 10,6 Die Dummheit wurde auf höchste Posten gestellt, und Reiche müssen unten sitzen.


Inhalt

Index

weiter